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Gertruden Friedhof

Der Gertrudenfriedhof befindet sich in Bürgerfelde an der Alexanderstraße und gehört zur evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Oldenburg. Die Friedhofsverwaltung ist ansässig in der Peterstraße. Ab 1345 wurde der 2,5 ha große Friedhof für die Bestattung unheilbar Kranker aus dem nicht mehr bestehenden Siechenhaus genutzt, welche sich im Mittelalter oftmals vor den Toren der Städte befanden. Dort sollten die unheilbar und ansteckenden Kranken entfernt von den Gesunden leben bzw. sterben können.

Seit dem 17. Jahrhundert wurden hier auch wohlhabende Bürger beigesetzt, da sie der Natur näher sein wollten, als der Stadt. Eine Mauer um dem Friedhof, der 1791 endgültig von der Lambertikirche zum Gertrudenfriedhof verlegt wurde, erbaute man 1649.

Die alte Linde, die in den 30er-Jahren zusammenbrach und durch eine neue ersetzt wurde, geht auf eine Sage zurück, in welcher der Sohn eines Bürgerhauses der Hausmagd den Hof machte, jedoch erhörte sie ihn nicht. Daraufhin stahl er ein wertvolles Schmuckstück seiner Mutter und legte es in den Koffer der ärmlichen Magd. Nach dem Fund des Schmuckes wurde sie zum Tode verurteilt, obwohl sie ihre Unschuld beteuerte.

Auf dem Weg in die Stadt, wo die Hinrichtung vollzogen werden sollte, riss das Mädchen einen Zweig von einem Baum und sprach: „Ich sterbe unschuldig, pflanzt diesen Zweig verkehrt auf mein Grab, und so gewiss wie er wachsen wird, so wahr bin ich schuldlos.“. Der Zweig wuchs und daraufhin erkannten die Bürger, dass sie unschuldig war. Der Mann, der die Schuld an ihrer Hinrichtung trug, fand keine Ruhe vor seinem Gewissen und wählte den Freitod. Auf seinen Grabstein ließ er Worte meißeln, die heute noch als Mahnung am Eingang des Friedhofs stehen: „O, ewich is so lanck!“

Im Jahre 1790 wurde auf dem Gertrudenfriedhof die Ehefrau des Oldenburger Herzogs Peter Friedrich Ludwig von Holstein-Gottorp, Friederike von Württemberg, beerdigt. Dafür ließ der Herzog ein Mausoleum bauen, welches das erste klassizistische Bauwerk in Oldenburg wurde. Dort werden bis heute Familienmitglieder des herzoglich-oldenburgischen Geschlechts beerdigt.

Auf dem Gertrudenfriedhof sind außerdem der Künstler Horst Janssen, der Dichter Julius Mosen und der Mediziner Wilhelm-Heinrich Schüßler begraben.

Eine Übersicht zu Bestattungsunternehmen aus dem Nordwesten finden Sie bei NWZTrauer.de

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